Die Hautkrankheit Neurodermitis: Quälend, aber gut behandelbar
01. Februar 2024, Donnerstag, 09:00

Neurodermitis, auch als atopisches Ekzem bekannt, ist eine chronische Hauterkrankung, die oft in Form von trockenen, juckenden Hautausschlägen auftritt. Es handelt sich um eine nicht-ansteckende Erkrankung, die oft in der Kindheit beginnt, aber Menschen jeden Alters betreffen kann. Neurodermitis wird durch eine Kombination genetischer, immunologischer und Umweltfaktoren verursacht.

Typischerweise sind die Ellbogen, Knie, Nacken und Hände betroffen, aber die Krankheit kann auch das Gesicht beeinträchtigen. Neurodermitis im Gesicht ist oft besonders unangenehm, der Juckreiz kann hier besonders belastend sein. Betroffene haben oft Schwierigkeiten, den Juckreiz zu kontrollieren, was zu Kratzspuren und Hautirritationen führen kann.

Wichtig: Die richtige Hautpflege

Die genauen Ursachen von Neurodermitis sind nicht vollständig verstanden, aber es wird angenommen, dass eine gestörte Hautbarriere und eine überaktive Immunantwort eine Rolle spielen. Der Kontakt mit irritierenden Substanzen wie bestimmten Seifen oder Kosmetika kann Symptome verschlimmern.

Die Behandlung von Neurodermitis zielt darauf ab, Symptome zu lindern und den Krankheitsverlauf zu kontrollieren. Die Hautpflege spielt eine zentrale Rolle, indem rückfettende Cremes oder Salben regelmäßig angewendet werden, um die Haut mit Feuchtigkeit zu versorgen und ihre Barrierefunktion zu unterstützen. Duftende Produkte sind zu vermeiden, denn sie können die Haut zusätzlich reizen.

In schwereren Fällen kann der Arzt kortikosteroidhaltige Cremes verschreiben, um Entzündungen zu reduzieren. Nicht alle Patienten reagieren jedoch gut auf diese Therapie, und alternative Ansätze wie Immunmodulatoren oder Lichttherapie können in Betracht gezogen werden.

Verbesserte Lebensqualität durch ganzheitlichen Therapieansatz

Bei Neurodermitis im Gesicht ist es wichtig, Make-up und Hautpflegeprodukte sorgfältig auszuwählen. Hypoallergene Produkte, die speziell für empfindliche Haut entwickelt wurden, sind oft besser verträglich. Generell sollte das Gesicht nicht übermäßig gereinigt werden, um die erkrankten Hautstellen nicht weiter zu reizen.

Die psychische Belastung von Neurodermitis darf nicht unterschätzt werden. Der ständige Juckreiz und die Hautveränderungen können das Selbstbewusstsein beeinträchtigen. Der Austausch mit anderen Betroffenen in Selbsthilfegruppen kann unterstützend sein, ebenso wie der regelmäßige Besuch beim Hautarzt.

Insgesamt erfordert die Bewältigung von Neurodermitis im Gesicht ein umfassendes Management, das sowohl die Hautpflege als auch die Wahl der richtigen Produkte und gegebenenfalls medizinische Therapien einschließt. Durch eine sorgfältige Routine und die Zusammenarbeit mit einem Dermatologen können Betroffene die Symptome minimieren und eine bessere Lebensqualität erreichen.

Neurodermitis und die Sonneneinstrahlung

Die Auswirkungen von Sonnenstrahlen auf Neurodermitis sind vielschichtig und können sowohl positive als auch negative Effekte haben. Sonnenlicht ist eine natürliche Quelle von Vitamin D, das eine entscheidende Rolle bei der Hautgesundheit spielt. Ein mäßiges Sonnenbaden kann die Produktion von Vitamin D stimulieren und damit zur Verbesserung der Symptome bei Neurodermitis beitragen.

Allerdings sollte man vorsichtig sein, da übermäßige Sonneneinstrahlung die Haut zusätzlich belasten kann. Bei manchen Menschen mit Neurodermitis kann intensive Sonneneinstrahlung zu Hautirritationen führen und den Juckreiz verstärken. Es ist ratsam, die Sonnenexposition schrittweise zu steigern und Sonnenschutzmittel zu verwenden, um die Haut vor schädlichen UV-Strahlen zu schützen.

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die Jahreszeit. Im Sommer kann die warme, feuchte Luft dazu beitragen, die Hautfeuchtigkeit zu verbessern und somit den Hautzustand zu stabilisieren. Im Gegensatz dazu kann die trockene Winterluft die Symptome verschlimmern.

Die individuelle Reaktion auf Sonnenstrahlen variiert, und es ist ratsam, sich von einem Dermatologen beraten zu lassen. Ein auf den Hauttyp abgestimmter Sonnenschutz und die Beobachtung der Hautreaktionen sind entscheidend. Im Idealfall kann ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Sonnenlicht und Hautpflege dazu beitragen, die Lebensqualität von Menschen mit Neurodermitis zu verbessern.

Die richtige Kleidung für Betroffene

Die Wahl der Kleidung spielt bei Neurodermitis ebenfalls eine wichtige Rolle. Lockere, atmungsaktive Stoffe wie Baumwolle minimieren Hautirritationen, indem sie Reibung reduzieren und die Luftzirkulation fördern. Synthetische Materialien sind zu vermeiden, da sie die Haut belasten können.

Bei Neurodermitis ist es ratsam, auf die Etiketten zu achten und auf Chemikalien und Farbstoffe zu verzichten, welche die Haut reizen. Waschmittel sollten hypoallergen und frei von Duftstoffen sein, um Hautirritationen zu verhindern. Mit langärmligen Kleidungsstücken lassen sich Kratzspuren verbergen.

Bildnachweis: Pixabay, 6886590, IqbalStock

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