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Foto #2791 18 Juni 2021, 08:15

Vor Beziehungskrisen ist so gut wie keine Partnerschaft sicher. Irgendwann kommen sie einfach und stellen uns auf die Probe. Eifersucht, Seitensprünge oder Geldsorgen – wenn Konflikte ernste Beziehungskrisen auslösen, entscheidet sich, ob die Beziehung auf einem stabilen Fundament beruht und für die Zukunft gerüstet ist oder ob sie scheitert. Wer aber länger als zehn Jahre zusammen ist, hat es offenbar geschafft: Laut einer Studie der Online-Partnervermittlung Parship leben die Partner nach dem ersten gemeinsamen Jahrzehnt nahezu krisensicher. Doch wie kommt es überhaupt dazu, dass die Beziehung anfängt zu bröckeln und was kann man tun, wenn man selbst mitten in einer Krise drinsteckt?

Was sind die Auslöser für eine Beziehungskrise?

Eine Beziehungskrise kommt meist nicht von ungefähr und kann verschiedene Gründe haben. Laut Studie sind das die häufigsten Gründe:

Eifersucht: Am häufigsten werden Beziehungskrisen durch Eifersucht ausgelöst. 12 Prozent der Befragten gaben dies als Hauptgrund an. Seitensprünge: Mehr als jedes zehnte Pärchen (11 Prozent) stürzte ein Seitensprung in die Beziehungskrise. Finanzen: Ebenso viele ließen sich von Uneinigkeiten über die Finanzen auf die Probe stellen. Arbeit: Darüber hinaus sorgten bei ebenfalls 11 Prozent der Paare Probleme bei der Arbeit oder Arbeitslosigkeit für Schwierigkeiten. Kinder: Fragen zur Kindererziehung bereiteten 9 Prozent der Befragten beziehungsgefährdende Probleme. Die Schwiegereltern sowie abweichende Zukunftsvorstellungen schlugen bei jeweils 7 Prozent zu Buche. Hausarbeit: Streitereien über die Hausarbeit aber auch Schicksalsschläge resultierten bei jeweils 6 Prozent der Paare in schwerwiegende Beziehungskrisen. Soziales Umfeld: Seltener waren es Unstimmigkeiten wegen des sozialen Umfeldes (4 Prozent), des Hobbys (4 Prozent) oder auch des Ex-Partners beziehungsweise der Ex-Partnerin (3 Prozent), die den Gedanken an eine mögliche Trennung aufkommen ließen.

Vielleicht befindest du dich gerade in einer Krise, weil einer von euch beiden zu eifersüchtig ist? Im Video zeigen wir dir, wie du dieses Problem lösen kannst.

Studie: 1,7 Beziehungskrisen in den ersten fünf Jahren!

Parship wollte außerdem herausfinden, wie häufig Krisen eine Partnerschaft bedrohen: Gemeinsam mit dem Marktforschungsinstitut Innofact AG hat das Online-Portal dazu in einer bevölkerungs­repräsentativen Umfrage 1.035 Männer und Frauen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren befragt. Davon lebten 727 in einer Beziehung. Das Ergebnis: Im Schnitt muss ein Paar in den ersten fünf Jahren der Partnerschaft 1,7 ernsthafte Beziehungskrisen überwinden. Die meisten Krisen, die die Partnerschaft gefährden, passieren zwischen dem fünften und dem zehnten Jahr: im Durchschnitt sind es 2,4.

Dennoch werden die ernsten Beziehungskrisen nicht umso seltener, je länger die Partner einen gemeinsamen Weg gehen: Während die Zahl der Krisen vom zehnten bis zum zwanzigsten Jahr der Beziehung auf 2,2 abnimmt, legt sie nach dem 20. Beziehungsjahr noch einmal auf 2,3 zu. Fast jedes dritte Paar erlebt übrigens in den ersten fünf Jahren überhaupt keine ernsthafte Beziehungskrise. Sind die Partner mehr als 20 Jahre zusammen, bleiben wieder 30 Prozent von ernsthaften Krisen komplett verschont. Man sollte aber nicht vergessen, dass es ebenfalls die Beziehung gefährden kann, wenn man Streit komplett vermeidet.

Während übrigens die männlichen Teilnehmer mit 14 Prozent am häufigsten Eifersucht als schwerwiegendes und beziehungsgefährdendes Problem angaben, nannten die Frauen meist die Finanzen (13 Prozent).

Wie kann man eine Beziehungskrise überwinden?

Manchmal stellt man fest, dass nur das Ende einer Beziehung auch das Ende einer Krise bedeutet. Das muss aber natürlich nicht immer so sein. Oft hilft auch der Besuch einer Paartherapie wahre Wunder und man findet wieder zueinander und kann Probleme aus dem Weg räumen. Es gibt aber auch andere Wege für Paare, eine Krise zu meistern.

Kommunikation: Kommunikation ist das A und O. Egal, wie sauer man auf seinen Partner ist: Reden ist goldwert. Denn nur so können Probleme angesprochen und angegangen werden. Freiräume: Gemeinsame Zeit ist mindestens genauso wichtig wie Freiraum. Ansonsten kann es passieren, dass man sich von seinem Gegenüber erdrückt fühlt, was dann in einer Krise enden kann. Gönnt euch gegenseitig Zeit alleine und geht Dingen nach, die euch Spaß machen. Perspektivenwechsel: Um vielleicht ein Kompromiss eingehen zu können ist es wichtig, die Perspektive zu wechseln. Das heißt, du musst versuchen, dich in deinen Partner hineinzuversetzen. Frage dich, was er oder sie sich wohl gerade wünscht oder wie er oder sie sich fühlt. Stelle deine Wut oder deinen Ärger kurz hinten an und versuche, über die Bedürfnisse des anderen nachzudenken.

Manchmal hilft aber auch all das nichts und man muss feststellen, dass man nicht füreinander bestimmt ist. An diesen Anzeichen kannst du erkennen, dass deine Beziehung nicht die Richtige für dich ist.

Was auch immer der Auslöser für die Beziehungskrise ist – um sie zu überwinden, ist es wichtig, stets respekt- und liebevoll miteinander umzugehen und auch im Streit Regeln zu beachten. Auch eine Paartherapie kann sich in vielen Fällen lohnen. Immerhin haben Langzeitbeziehungen, trotz aller Schwierigkeiten und Anstrengungen, unbestechliche Vorteile.

 


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